Stammzellbasierte Behandlung von Arthrose | ANOVA IRM

Diagnostik und Stammzell-basierte Behandlung von Arthrose und Arthritis:
Behandeln Sie die Krankheit, nicht die Symptome

Arthrose (Osteoarthritis, OA) ist weltweit eine der Hauptursachen für Schmerzen im Alltag. Bei 80 % der 65-Jährigen sind arthrotische Gelenkveränderungen mittels bildgebender Verfahren nachweisbar, 60 % leiden unter Beschwerden. Rheumatoide Arthritis dagegen ist ein Autoimmunerkrankung, die jedoch mit ähnliche Symptome aufweist wie Arthrose in späteren Stadien. Angesichts des Älterwerdens der Weltbevölkerung und des zunehmenden Wunsches nach individueller Freiheit im Alter sind dringend neue therapeutische Ansätze für beide Kankheitsen erforderlich. Gegenwärtige konventionelle Therapien zielen hauptsächlich auf die Milderung von Symptomen ab, jedoch kann bislang keine konventionelle Therapie die Prozesse der Arthrose (OA) und Arthritis strukturell modifizieren oder das Fortschreiten dieser Krankheit verhindern. Stammzellen stellen hier eine neue Behandlungsart dar, obwohl die Ursachen sich stark unterscheiden.

Arthrose - Arthritis - Diagnostik - Behandlung - Stammzellen - Medikamente

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Arthrose und Arthritis in Bezug auf wichtige Aspekte der Ursachen, Behandlungsformen, der Präzisions-Diagnostik, die die Ursache Ihrer Schmerzen ergründet, sowie über unsere Therapien und Behandlungsmöglichkeiten in unserer Praxis in Offenbach bei Frankfurt/Main (Deutschland).

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Allgemein verfügbare konventionelle Therapien

Arthrose und Arthritis sind bisher mit keiner Therapie heilbar. In frühen Phasen der Arthrose und Arthritis werden entzündungshemmende Medikamente zur Schmerzlinderung eingesetzt, meist in Tablettenform. Während klassische Entzündungshemmer (NSAID - non-steroidal anti-inflammatory drugs) Magen und Niere schädigen, wurden einige COX2-Hemmer wegen erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko zwischenzeitlich vom Markt genommen. Einfache Schmerzmittel und schwache Opioid-Analoga werden zur reinen Schmerzlinderung eingesetzt, verlieren aber bei längerem Gebrauch ihre Wirksamkeit. Injektionstherapien, das Einspritzen von Medikamenten in die von Arthrose betroffenen Gelenke, werden üblicherweise bei Patienten mit unbefriedigendem Ansprechen auf orale Therapien eingesetzt. Synthetische Hyaluronsäure (HA - hyaluronic acid), deren natürliche Form Bestandteil der Gelenkflüssigkeit ist, wird seit Jahrzehnten zur Unterstützung der Viskosität und Unterdrückung von Entzündungen eingesetzt. All diese Therapien zielen also auf Symptombekämpfung ab, halten das Fortschreiten von Arthrose jedoch nicht auf. Wenn Ihre Schmerzen zunehmen, ist irgendwann ein Gelenkersatz die letzte konventionelle Behandlungsmöglichkeit. Wir nutzen verschiedene Stammzell-basierte und verwandte biologische Arzneimittel, die eine wertvolle Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten bieten.

Arthrose- und Arthritis-Behandlungsmöglichkeiten mit Stammzellen in der ANOVA IRM 
(BMC, Sekretom/Exosomen, PRP)

Wirkhypothese bei Stammzellbehandlungen

Stammzellen haben das Potential mit den, die Immunreaktion (Entzündung) auslösenden, Immunzellen, also den Verursachern der Beschwerden, kommunizieren und über bisher nicht aufgeklärte Mechanismen auf natürlichem Weg die überschießende Entzündung hemmen. Darüber hinaus können Stammzellen die Regeneration von Geweben stimulieren und so dem Gelenkverschleiß bei Arthrose und Arthritis entgegenwirken. Negative Langzeiteffekte wie bei Kortison sind nicht zu erwarten. Das Behandlungsziel ist somit die schnelle Verringerung von Gelenkschmerzen, das Aufhalten der Verschlimmerung (Progression) und im besten Fall eine Unterstützung der Regeneration. Hierdurch ergibt sich dann eine Steigerung der Lebensqualität und in manchen Fällen eine drastische Verbesserung der Bewegungsmöglichkeiten.

Kann man Schmerzen lindern und gleichzeitig Gelenkersatz oder Operationen vermeiden?

Ja, denn es gibt verschiedene innovative (experimentelle) Behandlungsansätze, um durch gezielte Stammzellen-Therapie am Knorpel-Defekt eine Operation längerfristig aufzuschieben oder sogar ganz zu vermeiden. Ein operativer Gelenkersatz zieht eine langwierige Rehabilitation und Genesung mit häufig mäßigem Erfolg nach sich, dabei ist eine Erneuerung des Gelenkersatzes nach Abnutzung über die Jahre v.a. für jüngere Patienten meist unausweichlich. Patienten können zwar ihre Kraft und Beweglichkeit wiederaufbauen, steigern jedoch ihr Aktivitätsniveau häufig nicht. Eine Stammzellen-Therapie könnte den Aufschub einer solch konservativen Therapie bis hin zu einer Vermeidung des künstlichen Gelenkersatzes erzielen. Hierbei werden Stammzellen verwendet, die den körpereigenen Reparaturmechanismus in Gang setzen. Neueste evidenzbasierte wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass stammzellbasierte Therapien in der Lage sind, die Immunantworten bei Arthrose zu modulieren und die regenerativen Prozesse zum Knorpelaufbau anzuregen (z.B. durch Stimulation des Ersatzes von Chondrozyten, also den Zellen, die den Knorpel produzieren).

Zwei angestrebte Effekte: Schmerzlinderung und Verlaufsverbesserung

Eine Stammzellbehandlung kann in betroffenen Gelenken zwei Effekte haben, die aufeinander aufbauen. Durch eine Beeinflussung der zu Grunde liegenden Immunreaktion stoppt oder vermindert die Stammzellen-Injektion die entzündliche Immunreaktion. Da diese, vor allem in frühen Stadien, oft die eigentlich Ursache für Schmerzen ist, kommt es häufig zu einer sofortigen oder sehr schnellen Verminderung der Schmerzen bis hin zur kompletten Schmerzfreiheit im behandelten Gelenk.
Der Effekt auf die Verlaufsprognose baut auf diese Hemmung der Entzündung auf. Da die Entzündung durch die Stammzelltherapie zurückgedrängt oder unterbunden wird, kommt das Gelenk zur Ruhe und der Knorpelverlust reduziert sich oder stoppt. Bei richtiger Behandlung und Kombination mit z.B. Physiotherapie kann in dieser Ruhephase eventuell auch eine Regeneration stattfinden, also eventuell sogar neuer Knorpel aufgebaut werden. Diese Effekte sind jedoch stark von der individuellen Phase der Krankheit und äußeren Faktoren abhängig. Insgesamt können somit Schmerzen gelindert, Entzündungen reduziert, der weitere Verschleiß des Gelenks gebremst und im optimalen Fall Knorpelmasse wieder aufgebaut werden.

Wie behandeln wir - Individuelle Behandlungsarten

Alle Therapien, die die ANOVA anbietet, sind individuell und auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten. Dies ist notwendig, weil jeder Krankheitsverlauf ebenfalls individuell ist. Bei vielen Patienten ist Arthrose oder Arthritis auf ein oder wenige Gelenke begrenzt, bei anderen sind alle oder sehr viel Gelenke betroffen (Monoarthrose oder Polyarthrose, bzw. Arthritis). Darüber hinaus behandeln wir Patienten mit sehr frühen Anzeichen von Gelenkverschleiß, aber auch Patienten, die bereits in einem fortgeschrittenen Stadium sind. Daher ist in jedem Fall eine patientenindividuelle Abstimmung der Behandlung und nachfolgend die Beratung zur empfohlenen Therapieform sehr wichtig. Folgende Therapieformen wenden wir bei Arthrose und Arthritis an:

BMC – (körpereigene Knochenmark-Stammzellen, bone marrow stem cells)

In der Regel ist BMC unser Therapeutikum der Wahl bei Arthorse und Arthritis. Bei den meisten Patienten sind die Beschwerden auf ein oder wenige Gelenke begrenzt. Es sind somit lokal auftretende Arthrose-Beschwerden z.B. nur in der Hüfte (Coxarthrose), dem Ellenbogen oder dem Knie (Gonarthrose). In diesen Fällen behandeln wir genau dieses Gelenk oder diese Gelenke mit BMC. BMC sind sogenannte autologe also körpereigene Stammzellen, die wir in einem kurzen Eingriff unter Sedierung aus ihrem Beckenkamm entnehmen. Mehr über diesen Typ Stammzellen finden Sie hier.
Diese Stammzellen sollen die Entzündung schnell eindämmen und so ihren Schmerz mildern und die Regeneration des Gelenkknorpels fördern. Für eine anhaltende Wirkung kombinieren wir BMC-Gaben oft mit PRP oder Hyaluronsäure (s.u.) anwenden.

MSEC – Exosomen

Präventiv und unterstützend behandeln wir Arthrose und Arthritis bei manchen Patienten zusätzlich mit dem Sekretom (Exosomen, EVs) von mesenchymalen Stammzellen (MSC, AD-MSC), die wir in einer Mini-Liposuktion (kleine Fettabsaugung) aus ihrem Bauchfett gewinnen. Wir sind weltweit die erste Praxis, die hierfür eine behördliche Erlaubnis erhalten hat und somit qualitativ hochwertige, sichere und behördlich kontrollierte autologe (körpereigene) Exosomen herstellt.
Das Sekretom kann eingefroren werden, im Gegensatz zu lebenden Stammzellen, die hierdurch oft ihre Wirksamkeit einbüßen. Dies erlaubt es uns 10-20 Dosen herzustellen, welche dann über einen längeren Zeitraum gegeben werden können, um kontinuierlich und anhaltend auf die Entzündungen einzuwirken. Was genau ein Sekretom und Exosomen sind erfahren sie hier. Dies ist vor allem für Arthritispatienten mit einer primär immunologischen Ursache sehr empfehlenswert.

Für weiterführende Informationen über unsere Stammzellen-basierten Behandlungen für Arthrose und Arthritis kontaktieren Sie uns jederzeit.

PRP (Plättchen-reiches Plasma, platelet-rich plasma)

PRP ist eine vergleichsweise günstige experimentelle Therapie, da hier nur Blutplättchen aus Ihrem Blut, aber keine Stammzellen angewendet werden. Jedoch ist PRP bei Arthrose und Arthritis eher als Kombination mit anderen Behandlungen sinnvoll. Generell wird es auch verwendet, um die Wundheilung bei z.B. Parodontose und das Wachstum von Haarfollikeln zu unterstützen. Daher wenden wir PRP bei Arthrose und Arthritis eher selten als alleinige Therapieform an.

Hyaluronsäure (HA)

Eine weitere unterstützende Therapieform ist die Injektion von Hyaluronsäure ins Gelenk. Dies vermindert ebenfalls Schmerzen und führt zu einer besseren "Schmierung" der Gelenke. Hyaluronsäure allein hat jedoch kaum regenerative Effekte. Daher kombinieren wir die Behandlung meist mit einer BMC-Behandlung.




Behandlung von Gelenkverschleiß mit BMC

Knochenmarksstammzellen und MSC Sekretom

Was machen wir anders ? – Diagnostik – Wir suchen die Ursache Ihres Schmerzes

Prof. Dr. Stehling, der Gründer der ANOVA IRM ist Radiologe und promovierter Physiker. Aus diesem Grund verfügt die ANOVA über die Möglichkeit, spezielle Präzisionsdiagnostik wie Arthro-MRT und nicht-radioaktive Kontrastmittel-MRTs anzuwenden. Im Vergleich zu vielen konventionellen MRTs, sind diese Methoden oft in der Lage, die Schmerz-verursachende Entzündung am oder im Gelenk zu lokalisieren. Hierdurch sind wir in der Lage individuell festzulegen, wie Patienten behandelt werden und wo die Stammzellen angewendet werden sollen. Darüber hinaus ergänzen wir in Absprache mit Ihnen unsere patientenindividuelle Diagnostik durch spezifische Blutuntersuchungen zu Hormonen, Entzündungsparametern und anderen Faktoren, die in Ihrem Fall wichtig sind oder empfehlen Ihnen weitere Untersuchungen wie z.B. einen präventiven MRT-Ganzkörperscan.

Was machen wir anders ? - Wir bringen die Stammzellen zum Defekt

Auf Grundlage der spezifischen Diagnostik mittels Arthro-MRT und nicht-radioaktiven Kontrastmittel-MRTs können wir im Gegensatz zu vielen anderen Kliniken die Stammzellen bildgestützt, also z.B. mittels CT genau an die betroffene Stelle bringen. Dies bedeutet, wir können in und an Gelenke injizieren, um dort spezifisch und schnell einen Effekt auszulösen. Eine rein intravenöse Gabe, wie viele andere Kliniken sie durchführen, erfolgt nur für das Sekretom (Exosomen), wenn dieses zusätzlich unterstützend oder präventiv verwendet werden soll, weil an mehreren Stellen im Körper Gelenkbeschwerden gegeben sind. Natürlich beraten wir Sie vorab zu allen Schritten und diskutieren Alternativen und Erwartungen.

Ablauf der Stammzelltherapie bei Arthrose und Arthritis

Den genauen Ablauf der Behandlung finden Sie auf den jeweiligen Seiten der Therapien mit BMC (am häufigsten verwendet) und Sekretom/Exosomen und PRP (als Kombinationstherapie).

Jede Behandlung gliedert sich generell in die Befundaufnahme (wir analysieren ihre bisherigen Therapien und Befunde), Vorgespräche und Einschätzung des Nutzens einer Stammzellbehandlung (Indikationsstellung), Voruntersuchungen, Diagnostik, Beratung zu allen Therapie-Optionen, Erstellung eines individuellen Behandlungsplans inkl. Kostenvoranschlag, Entnahme von Gewebe, Herstellung des Stammzellproduktes, Qualitätskontrolle des Produktes und Anwendung. Bei Arthrose- und Arthritispatienten gibt es zwei Besonderheiten. Sofern ihre bisherigen Befunde nicht die spezifischen Ursachen ihrer Gelenkschmerzen gefunden haben, untersuchen wir sie vorab mit einem präzisen und aussagekräftigen Arthro-MRT oder einem MRT mit nicht-radioaktivem Kontrastmittel, wenn sie dies wünschen. Darüber hinaus wenden wir die Stammzellen (BMC) oft intraartikulär (also direkt im Gelenk) an. Dies bedeutet, dass wir die Stammzellen genau an den Ort bringen, an dem Ihre Schmerzen entstehen.

Leider können wir gemäß Nutzen-Risiko-Verhältnis keine Kinder oder schwangere Frauen behandeln. Darüber hinaus können auch andere Faktoren als Ausschlußkriterien bewertet werden.

Wie lange dauert eine Stammzellbehandlung

Die Behandlung gliedert sich in die Prüfung ihrer Unterlagen (Vor-Anamnese), Arztgespräch, Feststellung, ob unsere Therapien sich für Sie eignen und Erfolg versprechen, die Festlegung der Behandlungsart und die Terminvereinbarung. Dies erfolgt, wenn sie dies wünschen, ohne dass sie nach Offenbach (bei Frankfurt/Main, Deutschland) reisen müssen. Wenn Sie weiter entfernt wohnen, führen wir die initialen Gespräche telefonisch oder per Videokonferenz durch. Für die eigentliche Behandlung reisen sie nach Offenbach. Dann dauert die Entnahme, Qualitätskontrolle und Behandlung je nach Therapie wie folgt:

BMC- und PRP-Behandlung: Entnahme und Anwendung vor Ort einmalig 2 Tage hintereinander.

Sekretom/Exosomen-Behandlung: Entnahme einmalig 2 Tage hintereinander in Offenbach, danach erfolgt die Anreicherung der mesenchymalen Stammzellen und Qualitätskontrolle. Ca. 4 Wochen nach der Entnahme beginnt die Therapie gemäß dem mit Ihnen festgelegten Therapieplan. Sie kommen dann mehrfach für die Anwendung nach Offenbach. Die Haltbarkeit des Sekretoms (Exosomen) beträgt 2 Jahre.

Andere wichtige Therapieansätze

Arthrose und Arthritis sind chronisch fortschreitende Krankheiten. Daher ist es wichtig jede Therapie auch mit konventionellen Ansätzen wie Physiotherapie und Bewegungssport zu kombinieren. Wir koordinieren unsere Behandlungen gerne mit Ihrem Hausarzt oder Orthopäden bei Ihnen vor Ort. Darüber hinaus beraten wir Sie gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln oder Infusionstherapien, die Ihre Behandlung unterstützen könnten. Verschiedenen Stoffen wird eine entzündungshemmende oder regenerationsfördernde, unterstützende Funktion zugeschrieben. Hierzu gehören Omega-3 Fettsäuren, Kurkumin (Kurkuma), Chondroitinsulfat, MSM, Grünlippmuschelextrakt, Hyaluronsäuren etc.

 

Weitere Details zur Behandlung von Osteoarthritis können Sie gerne unserer Broschüre entnehmen.

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Häufig gestellte Fragen: Stammzellbasierte Therapien zur Behandlung von Osteoarthritis

Was ist Arthrose?

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Bei den meist betagteren Betroffenen kommt es zu einem fortschreitenden Abbau von Knorpelsubstanz, was Gelenkschmerzen verursachen und die Beweglichkeit stark einschränken kann. In gesunden Gelenken bildet der Knorpel, ein druckelastisches Stützgewebe, einen Puffer zwischen den aufeinander treffenden Knochen. Am häufigsten ist das Kniegelenk von Arthrose betroffen, gefolgt von Hüftgelenken und den Handgelenken, prinzipiell kann die Arthrose aber jedes Gelenk befallen.

Was verursacht Arthrose?

Als Hauptursache von Arthrose wird der Prozess des Gelenkverschleißes durch Alterung angesehen, wobei das Altern selbst ein komplizierter Prozess ist, der noch nicht vollständig verstanden wird (primäre Arthrose). D.h. die Schäden treten ohne ersichtlichen Grund oder Auslöser am Gelenk auf. Vor allem jüngere Menschen dagegen bekommen eine sogenannte sekundäre Arthrose die durch offensichtliche Risikofaktoren wie Verletzung, Überbelastung, Fehlbelastung, Übergewicht oder genetische Faktorengefördert wird.
Man geht davon aus, dass im Verlauf der Abnutzung durch den Knorpelabrieb eine starke entzündliche Reaktion zu weiterem Knorpelabbau und Schmerzen führt. In späten Stadien ist der Knorpel stellenweise ganz abgebaut und die Knochen reiben direkt aufeinander, was dann extrem starke Schmerzen verursacht.

Risikofaktoren sind:

  • Gelenkverletzung
  • Verformte Gelenke
  • Belastung, Überbelastung oder Fehlbelastung der Gelenke durch bestimmte Berufe oder Sportarten
  • Genetische Defekte im Zusammenhang mit Gelenkknorpel
  • Übergewichtig sein
  • Älterwerden

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und rheumatoider Arthritis?

Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, welche die Entzündung der Gelenke verursacht. D.h. Arthritis beginnt mit einer Entzündung, die dann Gelenke schädigt. Autoimmun bedeutet im Wesentlichen, dass das eigene Immunsystem gesunde Zellen angreift, weil es sie für ungesunde hält. Verschiedene Körperteile können gleichzeitig betroffen sein (Poly-Arthritis). Häufig findet sich rheumatoide Arthritis in Händen, Handgelenken und Füßen.

Arthrose dagegen beginnt mit Gelenkverschleiß in dessen Fortschreiten Knorpelabrieb sekundär zu Entzündungen führt. Arthrose kann durch verschiedene nicht-autoimmune Faktoren verursacht werden, darunter starke Belastung des Gelenks, Alter, Fettleibigkeit, Genetik und Geburtsfehler.

Obwohl also beide Erkrankungen aufgrund der Entzündungen der Gelenke zu Schmerzen und Beschwerden führen, unterscheidet sich er Verlauf und die Ursache und somit auch die Behandlung. 

Ist Arthrose eine Autoimmunerkrankung?

Arthrose ist keine Autoimmunerkrankung. Dies bedeutet, dass die Schwächung von Gelenken und Knorpeln nicht durch das Immunsystem verursacht wird, welches die gesunden Zellen in diesen Körperteilen wie bei der rheumatoiden Arthritis angreift.

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die zu Arthrose führen, wie Alter und Gewicht. Da diese Ursachen jedoch nicht das Immunsystem betreffen, kann Arthrose nicht als Autoimmunerkrankung eingestuft werden.

Was ist der Unterschied zwischen Osteoporose und Arthrose?

Osteoporose beeinflusst die Dicke und Stärke der Knochen. Dies geschieht, wenn die Partikel in den Knochen zu dünn werden, wodurch die Knochen zerbrechlich werden. Folglich führt dies häufig dazu, dass Knochen leicht brechen. Die Krankheit kann jeden Knochen im Körper betreffen, aber typische betroffene Körperteile sind die Wirbelsäule, die Hüften und die Handgelenke.
Arthrose tritt auf, wenn der Knorpel oder das Schutzkissen zwischen den Gelenken zu verdünnen beginnt. Zu den Symptomen gehören im Gegensatz zu Osteoporose nicht der Verlust von Knochenmasse oder -dichte.

Ist Arthrose genetisch bedingt? Ist Arthrose vererbbar?

Laut Studien, die vom NCBI veröffentlicht wurden, spielt die Genetik, also die Vererbung, bei Arthrose eine wichtige Rolle. Wenn Arthrose in Ihrer Familie auftritt, wird das Risiko, es später im Leben zu bekommen, auf 35 bis 65% geschätzt. Es ist jedoch keine Garantie dafür, dass Sie an Arthrose erkranken, insbesondere, wenn Sie einen aktiven und gesunden Lebensstil haben. Evidenzbasierte Studien, die vom NCBI veröffentlicht wurden, besagen auch, dass die Wahrscheinlichkeiten für die Vererbung von Arthrose für verschiedene Körperteile unterschiedlich sind. Zum Beispiel besteht eine 40%ige Chance, Arthrose in den Knien zu bekommen, während 65% der Betroffenen eine Arthrose in den Händen und Hüften erben.

Da Arthrose eine Erbkrankheit ist, arbeiten Wissenschaftler durch die Analyse von Genomen und Biobankdaten daran, mehr über die Krankheit zu erfahren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Arthrose?

Ärzte kombinieren häufig Behandlungen, die auf die Bedürfnisse, den Lebensstil und die Gesundheit eines Patienten abgestimmt sind.

Die Behandlung von Arthrose hat vier Hauptziele:

  • Schmerzkontrolle
  • Verbessern Sie die Gelenkfunktion
  • Halten Sie ein gesundes Körpergewicht
  • Erreichen Sie einen gesunden Lebensstil

Behandlungspläne für Arthrose können Folgendes umfassen:

  • Körperliche Übungen
  • Gewichtskontrolle und Ernährung, wie zum Beispiel:
  • Ungesättigte Fettsäuren, ballaststoffreiche Lebensmittel, Obst und Gemüse. Einige Nahrungsergänzungsmittel scheinen hilfreich zu sein.
  • Ruhe und Gelenkpflege
  • Nicht medikamentöse Schmerzlinderungstechniken zur Schmerzkontrolle
  • Medikation
  • Komplementäre und alternative Therapien

Erfahren Sie mehr über alternative Behandlungsmethoden in unserem Blogpost zu Arthrose.

Was sind die Risikofaktoren von Arthrose?

Erfahren Sie hier mehr über die Risikofaktoren von Arthrose.

Früherkennung von Gelenkveränderungen kann Arthrose vermeiden

Während bei Krebserkrankungen das Konzept der Vermeidung durch Früherkennung von gutartigen Krebsvorstufen, z.B. Dickdarmpolypen oder “carcinoma in situ” der Brust, längst etabliert ist, existieren bei Arthrose solche Präventionskonzepte bisher nicht. In Expertenkreisen wird jedoch seit Neuestem das Konzept  der “Prä-Arthrose” wissenschaftlich diskutiert. Mithilfe moderner Bildgebungsverfahren ist es möglich, frühzeitig beginnende strukturelle Veränderungen im Gelenkknorpel und der subchondralen Knochenstruktur darzustellen, die auf den Beginn einer Arthrose hinweisen. Dabei spielen die Kernspintomographie (MRT) und
die optische Kohärenztomographie (OCT) eine wichtige Rolle, wobei bei der OCT Instrumente in das Gelenk eingebracht werden müssen. Frühzeitig erfasst, kann gegengesteuert werden: Entlastung der Gelenke, Verbesserung der Biomechanik, Sport, Hormonersatz und Therapien mit Zytokinen und Stammzellen  können die Arthrose ausbremsen.

Wie wirkt Kortison (Cortisone)

Die Injektion von Kortisonpräparaten (Kortikoide) in die entzündeten Gelenke wird auch heute noch weitverbreitet eingesetzt. Sie resultiert typischerweise in einer schnellen Schmerzlinderung, ihre Wirkung hält jedoch meist nicht länger als 4 Wochen an. Allerdings beschleunigen Kortisoninjektionen auf Dauer den Gelenkverschleiß durch Schädigung der Knorpelzellen, die für die Aufrechterhaltung des Gelenkknorpels essentiell sind.

Wann brauche ich einen Gelenkersatz?

Die etablierten Therapien bei Arthrose zielen auf die Reduzierung von Schmerzen, idealerweise auf eine Verlangsamung der degenerativen Veränderungen ab. Am Ende - wenn die Schmerzen bei konventioneller Behandlung zu stark werden - bleibt bisher in den meisten Fällen nur der Gelenkersatz mit künstlichen Gelenken, sogenannten Endoprothesen. Trotz moderner Technik können diese die Funktion des natürlichen Gelenkes nicht vollständig ersetzen, da schon die notwendige Operation das funktionelle Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Sehnen schädigt. Meist sind nach der Operation langwierige Rehabilitationsmaßnahmen erforderlich und sportliche Aktivitäten eingeschränkt. Auch ist die Lebensdauer von Endoprothesen begrenzt, da Metall und Kunststoff einem ständigen Abrieb und struktureller Ermüdung unterliegen, die nicht, wie bei natürlichen Gelenken, durch Umbau und Nachwachsen von Gewebe kompensiert werden kann. So müssen viele Endoprothesen nach 10 - 15 Jahren ausgetauscht werden, was zu noch größeren Funktionseinschränkungen führt.

Was ist BMC?

Knochenmarkkonzentrat (BMC) ist eine Quelle für mesenchymale Stammzellen (MSCs). Es enthält neben der mesenchymalen Stammzellen viele wichtige Wachstums- und Regenerationsfaktoren. Das Verfahren ist relativ einfach und minimal invasiv, daher war es in den letzten Jahrzehnten eine bevorzugte Quelle für stammzellbasierte Therapien. Viele Ärzte verlassen sich auf BMC als Hauptstammzellbehandlung, manchmal mit übertriebenen Behauptungen. BMC hat jedoch beeindruckende Ergebnisse für die wirksame Behandlung zahlreicher Krankheiten gezeigt, darunter auch Arthrose (OA) und Arthritis. Lesen Sie hier mehr über unsere BMC-Behandlung.

Gibt es wissenschaftliche Studien zum BMC und Arthrose?

Während bei Tierversuchen genaue Daten über die Wirksamkeit von Arthrosetherapien durch histologische Untersuchungen der Gelenke gewonnen werden können, können bei klinischen Studien an Patienten meist nur Daten über Schmerz und Funktion errungen werden, neuerdings auch Daten aus  kernspintomographischen Untersuchungen, die eine zerstörungsfreie Bewertung von Struktur und chemischer Zusammensetzung z.B. von Gelenkknorpel ermöglichen. Eine klinische Studie am Attikon University General Hospital in Athen, Griechenland, zeigte, dass bei 233 Patienten mit Grad 3 und 4 (fortgeschrittener) Arthrose der Kniegelenke, bereits durch eine einmalige Injektion von 10 ml BMC in das Kniegelenk, Schmerzen signifikant reduziert und die Biomechanik des Gelenks erheblich verbessert werden kann. In der Studie wurden nur Patienten mit idiopathischer OA (Osteoarthritis) zugelassen. Ausschlusskriterien waren post-traumatische OA, vorhergehende Knieoperationen, Alter unter 50 und über 85, aktive Infektionen, nicht kontrollierter Diabetes Mellitus, Rheuma und andere systemische Krankheiten, Krebs oder Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten. Knochenmarkstammzellen wurden aus dem Beckenknochen durch Knochenmarkaspiration gewonnen und on-site bearbeitet. Die Patienten wurden vor und nach der Behandlung mit der “Numeric Pain Scale” (NPS) und dem “Oxford Knee Score” (OKS) bewertet. Die Beobachtungszeiträume lagen zwischen 6 und 30 Monaten (mittlere Dauer: 11 Monate). Die Daten von 85 Frauen und 36
Männern im Alter zwischen 50 und 85 Jahren (mittleres Alter: 70 Jahre) wurden statistisch ausgewertet. Im Vergleich zu den Ausgangswerten vor der Behandlung verringerten sich die Schmerzen gemäß der NPS von 8,33 auf 4,49 Punkte und die Gelenkfunktion verbesserte sich von 20,20 auf 32,29 Punkte. Beide Ergebnisse waren statistisch hoch signifikant, p < 0,001. Komplikationen traten bei keinem der Patienten auf. Diese Studie belegt exemplarisch, dass schon mit einer einzelnen Injektion von Knochenmarkstammzellen in Gelenke ein signifikanter Therapieerfolg erzielt werden kann – ohne wesentliche Risiken für den Patienten.

Was ist PRP (platelet-rich plasma)?

Thrombozytenreiches Plasma (PRP) ist ein aus Blut gewonnenes zelluläres Produkt mit konzentrierter Versorgung mit regenerativen Wachstumsfaktoren und Zytokinen, die aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen werden. Es ist sehr einfach zu gewinnen und hat vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung mehrerer entzündlicher und degenerativer Erkrankungen gezeigt. Zur Behandlung spezifischer Krankheiten kann es mit BMC kombiniert werden, da es synergistische Wirkungen auf den Behandlungserfolg haben kann. PRP hat "spezielle" Funktionen: Es dient als Wachstumsmedium, um Stammzellen gesund zu halten; sorgt für eine angemessene zelluläre Umgebung, in der genügend Energie bereitgestellt wird, damit die Zellen ihre Regenerationsarbeit ausführen können. Lesen Sie hier mehr über unsere PRP-Behandlung.

Was ist Sekretom?

Seit Längerem ist bekannt, dass mesenchymale Stammzellen (MSCs) ihre regenerative Wirkung indirekt entfalten, nämlich durch die Absonderung einer Vielzahl von Botenstoffen, die zusammengefasst als das “Sekretom” der Stammzellen bezeichnet werden. Das Stammzellsekretom enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Zytokine, Wachstumsfaktoren, mikroRNAs und entzündungshemmender Stoffe, entweder als wasserlösliche Moleküle oder in Exosomen, kleinen Zellmembranbläschen, eingelagert. So ist es das Stammzellsekretom, das über seine Wirkung auf Knorpelzellen die Gelenkknorpelregeneration bedingt, und nicht, wie früher vermutet, die Umwandlung der mesenchymalen Stammzellen in Knorpelzellen. Die Tatsache, dass das mesenchymale Stammzellsekretom als ein krankheitmodifizierendes Biologikum (DMD - disease modifying drug) eingesetzt werden kann, wurde in der Abteilung für orthopädische Chirurgie der  Erasmus Universität in Rotterdam, Holland, kürzlich an einem Osteoarthritismodell der Maus belegt. Die Forscher konnten zeigen, dass die Injektion des MSC Sekretoms – ähnlich wie die Injektion der eigentlichen Stammzellen – zu einer signifikanten Reduktion der Gelenkschmerzen und der Regeneration des  Gelenkknorpels führte. Diese Resultate wurden von Wissenschaftlern am Regenerative Medicine Institute der University of Ireland in Galway belegt. Sie wiesen darauf hin, dass der Hauptmechanismus der Wirkung mesenchymalen Stammzellen bei der Behandlung der Arthrose auf die vorübergehende Absonderung des
Stammzellsekretoms zurückzuführen sei, was durch die Tatsache belegt wird, dass eine Implantation der MSCs nicht nachzuweisen ist. Die durch die Stammzellbehandlung bewirkte Schmerzreduktion und  Funktionsverbesserung sei weitgehend auf die im Stammzellsekretom enthaltenen wasserlöslichen Moleküle und extrazellulären Vesikel (Exosomen) zurückzuführen, von denen zwischenzeitlich hunderte identifiziert und bezüglich ihrer spezifischen Wirkung derzeit untersucht werden. Im ANOVA Institute for Regenerative Medicine haben wir – als erste Einrichtung in Deutschland – eine Genehmigung zur Herstellung und Behandlung von Patienten mit mesenchymalem Stammzellsekretom erhalten.

Wie hoch ist der Therapieerfolg?

Bei keiner Therapie, sei es eine experimentelle oder etablierte Behandlung, können behandelnde Ärzte einen Therapieerfolg versprechen oder gar garantieren. Bei neuartigen und experimentellen Therapien wie der Stammzelltherapie müssen Ärzte mit einer Herstellerlaubnis für jeden Patienten individuell abwägen, ob eine Therapie dem Patienten nützt und ob dieser Nutzen die Risiken überwiegt. Erst wenn dies gegeben ist, wird ein Arzt eine Behandlung mittels Stammzellen vorschlagen.

Stammzelltherapien haben in verschiedenen international durchgeführten Fremdstudien beeindruckende Ergebnisse bei der Regeneration von geschädigtem Gewebe und der zugrundeliegenden Alterungs- und immunologisch bedingten Prozesse von Arthrose bewiesen. ANOVA bietet in Kombination mit herkömmlichen therapeutischen Maßnahmen einen neuartigen regenerativen Ansatz zur Behandlung von Arthrose. Neueste evidenzbasierte wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass stammzellbasierte Therapien in der Lage sind, die Immunantworten von OA effektiv zu modulieren und die regenerativen Prozesse zur Stimulierung von verlorenen Nervenversorgung anzukurbeln (z.B. durch Anregung der Ersetzung von Chondrozyten, jene Zellen, die Knorpel produzieren. Im Vergleich zu Standardmedikamenten (wie nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten), die die Symptome nur vorübergehend maskieren, scheinen die Ergebnisse länger anzuhalten.

Welche Rolle spielen Hormone bei der Behandlung von Arthrose?

Östrogen und Testosteron sind die wichtigsten Sexualhormone bei Frauen und Männern. Sie sind essentiell für das allgemeine Wohlempfinden. Hormone spielen eine Wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung gesunder Knochen und Muskeln, des Immunsystems, der Geweberegeneration, Hauttonus und der meisten anderen Funktionen eines gesunden Körpers. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Hormone auch eine essentielle Rolle bei der Entstehung degenerativer Gelenkerkrankungen spielen. Bei Patienten mit degenerativen Gelenkerkrankungen und chronischen Schmerzen ist es nicht unwahrscheinlich, dass Abweichungen der Hormonspiegel von der Norm gefunden werden und wieder normalisiert werden können. Im ANOVA Institut für Regenerative Medizin überprüfen wir daher regelmäßig die Hormonspiegel von Arthrosepatienten und leiten eine evtl. notwendige Ersatztherapie ein, um die Fähigkeit des Körpers zur Regeneration zu optimieren und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Dabei ist nicht nur die absolute Plasmakonzentration von Hormonen relevant, sondern das Zusammenspiel hormoneller und metabolischer Faktoren: So kann z.B. die biologische Wirksamkeit von Sexualhormonen vermindert sein, wenn zu viel Sexualhormonbindendes Globulin im Blut vorhanden ist. Dies kann z.B. bei Leberschäden vorkommen, sodass die Normalisierung der Leberfunktionen dann auch die Wirksamkeit der Sexualhormone normalisiert.

Der Zusammenhang zwischen dem Ungleichgewicht von Sexualhormonen und Osteoarthritis wurde bisher von verschiedenen internationalen Wissenschaftlern beschrieben:

  • Universität Gothenburg: Optimierte Östrogenspiegel vermindern die Entzündung und fortschreitende Destruktion von Gelenken.
  • Universität Oxford: Bei post-menopausalen Frauen, die künstliche Knie- oder Hüftgelenke implantiert bekamen, reduziert sich die Notwendigkeit einer korrektiven Zweitoperation um 40 %, wenn sie eine Hormonersatztherapie erhalten.
  • Wake Forrest Universität: Östrogene haben einen direkten positiven Effekt auf den Gelenkknorpel bei Erwachsenen. Sie erhöhen die Produktion des Wachstumsfaktors IGFBP-2, der wiederum Knorpelzellen zur Produktion von Proteoglykanen im Gelenkknorpel anregt.
  • Monash Universität: Niedrige Sexualhormonspiegel korrelieren mit vermehrter Entzündung, Schwellung und strukturellen Veränderungen in arthrotischen Gelenken.
  • Monash Universität: Testosteron hingegen schützt vor Arthrose. Übergewichtige Männer mit höherem Testosteronspiegel haben ein niedrigeres Risiko, eine Knie- oder Hüftgelenksendoprothese zu benötigen.
  • Harvard Medical School: Testosteronersatz bei Männern, die aufgrund der chronischen Einnahme von Schmerzmitteln niedrige Testosteronspiegel aufweisen, reduziert die Schmerzwahrnehmung, erhöht das Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfett, die Libido und die Lebensqualität.
  • Schweden: Testosteron fördert das Wachstum von Knorpelzellen und die Kollagenproduktion im Gelenkknorpel.

 

Quellenangaben, Referenzen und Literatur zu Arthrose, Arthritis, BMC, PRP, Sekretom (Exsomen, EVs)

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