Stammzelltherapie - Übersicht
ANOVA IRM

Was ist regenerative Medizin?

Regenerative Medizin ist ein neues Gebiet der Medizin mit dem Ziel, geschädigtes Gewebe von innen heraus zu heilen und die Normalfunktion wiederherzustellen. Genau wie der menschliche Körper selbst verwendet die regenerative Medizin Stammzellen, um beschädigte Zellen und Gewebe zu ersetzen. Stammzellen gelten mittlerweile als eines der wirksamsten Instrumente zur Behandlung von Krankheiten. Sie gehen über herkömmliche Methoden zur Reparatur und Regeneration krankheitsbedingter Schäden hinaus, indem sie potentiell Gewebe und Organe in einem gesünderen Zustand zurückversetzen können.

Stammzelltherapie: Anwendung von verschiedenen Arten von Stammzellen

Stammzellen existieren in vielen verschiedenen Gewebetypen. Jeder Stammzelltyp wird klassifiziert nach seinem Ursprung im Körper und dem Potenzial zur Umwandlung in andere Zelltypen. Dieses Potenzial variiert innerhalb der Stammzelltypen.

Einige Stammzellen können sich in jeden Zelltyp differenzieren (sie sind pluripotent). Andere hingegen können sich in viele Zelltypen verwandeln (sie sind multipotent), während sich einige nur in wenige (oligopotent) oder einen Zelltyp (unipotent) differenzieren können.

Vor diesem Hintergrund ist zu beachten, dass nicht alle Stammzelltypen für die Behandlung von Patienten geeignet sind. Beispielsweise ist die Verwendung von embryonalen Stammzellen (ESCs) zur Behandlung von Patienten aufgrund ethischer Probleme und ihres Potenzials, zu Tumoren zu wachsen, eingeschränkt.

Eine der sichersten und effektivsten Formen der Stammzellbehandlung, die wir bei ANOVA anwenden, verwendet autologe Stammzellen, d.h. Stammzellen, die vom Patienten selbst stammen. Durch die Verwendung autologer Stammzellen zur Behandlung besteht nur ein sehr geringes bis gar kein Risiko für Tumorbildung, Übertragung von Infektionskrankheiten oder unerwünschte Immunreaktionen.

Anova-Institut für regenerative Medizin Stammzellkultur

 

Stammzelltherapie: Die Gewinnung von Stammzellen

Knochenmarkkonzentrat (BMC) und mesenchymale Stammzellen (MSCs) sind die am häufigsten vorkommende Form autologer adulter Stammzellen, die für die klinische Anwendung gut geeignet sind. Sie können relativ leicht aus dem Knochenmark (BMC) oder aus dem subkutanen Fett ("unter der Haut") (MSC) gewonnen werden.

Derzeit bietet ANOVA hauptsächlich die BMC-Therapie an. Wir bieten auch Kombinationstherapien mit Plättchenreichem Plasma (PRP) an, einem Medium, das reich an Wachstumsfaktoren und anderen Zytokinen (Molekülen des Immunsystems) ist, die die Heilung stimulieren. Auch bietet die ANOVA in Einzelfällen das zellfreie Stammzellsekretom an. Grundsätzlich können diese Therapien miteinander kombiniert werden, da sie nahtlos zusammenwirken.

ANOVA bietet individualisierte Stammzelltherapien an, die für den jeweiligen Zustand des Patienten und nur für den Patienten am besten geeignet sind. Die Anwendung dieser Therapien hängt vollständig vom Gesundheitszustand des Patienten ab.

Stammzelltherapie nach Quelle

Wie heilen Stammzellen?

Stammzellen können, wie bereits erläutert, in jeden Zelltyp differenzieren, von Knochenzellen bis hin zu Gehirnzellen, Herzzellen, Nervenzellen, Nierenzellen usw. Dies ist das, was Stammzellen ausmacht. Die Fähigkeit, sich in einen Zelltyp zu differenzieren, definiert jedoch nicht ihre Heilkräfte, da sich nicht alle Stammzelltypen in einen bestimmten Zelltyp verwandeln können. Nur einige wenige, wie Zellen aus dem Knochenmark (BMC) und mesenchymale Stammzellen (MSCs), wurden zur Differenzierung in die meisten Zelltypen identifiziert und in der experimentellen Medizin bereits erfolgreich zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Es wurde gezeigt, dass sie mehrere wichtige therapeutische Wirkungen haben, wie zum Beispiel:

        • Herunterregulierung von Immunprozessen und Entzündungen
        • Unterdrückung der Apoptose ("programmierter Zelltod", d.h. Selbstmord von Zellen)
        • Aktivierung residenter Stammzellen - Hochregulierung der Mobilisierung von Vorläuferzellen
        • Förderung der Angiogenese (Entwicklung neuer Blutgefäße) - was zu einer besseren Blutversorgung führt
        • Förderung der Neurogenese (Entwicklung von neuem Nervengewebe)
        • Neuroprotektion
        • Antioxidation

Grundsätzlich kann man sagen, dass nach anfänglichen Schäden an Geweben (z.B. durch mechanischen Kräften bei Traumata oder mangelnder Blutversorgung bei Schlaganfällen und Herzinfarkten) werden weitere Schäden durch Immunprozesse und Entzündungen verursacht. Zellen, die nicht kritisch verletzt sind und die sich normalerweise in der Nähe des beschädigten Gewebes befinden, begehen in erster Linie Selbstmord, anstatt sich selbst zu reparieren. Dieser Prozess erhöht das beschädigte Gewebsvolumen weiter. Die Reparatur dieses Schadens, der (möglicherweise) in den meisten Organen durch die in ihnen lebenden spezifischen Stammzellen möglich ist, ist sehr langsam oder erfolgt ohne externe Stimulation überhaupt nicht. In solchen Fällen hat sich gezeigt, dass Stammzelltherapien die Reparatur äußerst wirksam stimulieren und weitere Schäden begrenzen.

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